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Freedom of the Sea
Hinweis zum Inhalt: Diskriminierung, Krieg
Fassung: Englische OV mit enUT
Nicht nur im Kurzfilm sind Entscheidungen wesentlich – und immer mutig. Solche Entscheidungen können durch Montage artikuliert werden. Schnitte können Dinge zusammenbringen. Im dokumentarischen Filmemachen können Schnitte Szenen der Gegenwart mit Geschichten aus der Vergangenheit zusammenführen. Sie können uns die Gesichter derjenigen zeigen, die sprechen: die Person hinter der Kamera ansprechend oder im Gespräch miteinander, an Orten, die sie Heimat nennen – oder einst Heimat nannten.
In dem ausgezeichneten Film sehen wir, wie sich mit nur wenigen, aber sorgfältig komponierten Bildern und Sätzen die Erfahrung einer Familie entfaltet. Eingewoben ist eine einfühlsame Reflexion darüber, was es bedeutet, die Entscheidung zur Flucht zu treffen. Der Film zeigt uns die Konsequenzen dieser Entscheidung als eine ganz bestimmte Form von Freiheit: den gemeinsamen Akt des Schwimmens im Meer, zwischen Vater und Tochter, begleitet von der Enkelin hinter der Kamera.
FREEDOM OF THE SEA ist ein persönlicher Dokumentarfilm über die Reise einer Familie aus dem Iran nach Brighton nach der Revolution in den 1970er Jahren. In persönlichen Interviews wird über die schwierige Entscheidung, ihre Heimat zu verlassen, reflektiert. Das gemeinsame Schwimmen im Meer steht dabei für die Freiheit uns das neue Leben, das sie in Großbritannien gefunden haben. (Text: Robin Mai)
Rosie Merat-Brandwood (*2009) aus Brighton studiert am Varndean College in Großbritannien. FREEDOM OF THE SEA ist ihr erster unabhängiger Dokumentarfilm über die Erfahrungen ihrer Familie beim Verlassen des Iran.