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Spuren einer Vordenkerin - Johanna Dohnal in Augmented Reality, oder: „Aus taktischen Gründen leise zu treten, hat sich noch immer als Fehler erwiesen“
Johanna Dohnals politische Errungenschaften haben die österreichische Gesellschaft entscheidend verändert (von der Familienrechtsreform bis zum Gewaltschutz für Frauen), wirken bis heute nach und sind in Zeiten wachsender antifeministischer, antiqueerer und antidemokratischer Tendenzen aktueller denn je. Mit Augmented Reality-Installationen wird Johanna Dohnal – als erste Frauenministerin Österreichs und als Symbol für Gleichstellungskämpfe – ein digitales Denkmal und zugleich ein öffentlich sichtbares Zeichen für feministische Erinnerungskultur gesetzt.
Die Installation am Johanna-Dohnal-Platz lädt die Besucher:innen ein, sich künstlerisch mit den Errungenschaften und der historischen Bedeutung von Johanna Dohnal (1939–2010) vertraut zu machen. Mit animierten und künstlerisch vielstimmigen Beiträgen wird der Platz virtuell lebendig und wirkt als Ort der Reflexion über soziale und politische Verhältnisse und für demokratisches Handeln. Eni Brandner, Kristina Hofmann, Susi Jirkuff, Nayeun Park, Veronika Schubert und Anna Vasof gestalten sechs virtuelle Skulpturen, die sowohl historische als auch aktuelle Bezüge zu Johanna Dohnal und gesellschaftspolitisch relevanten Debatten herstellen. Die beteiligten Künstlerinnen kommen aus dem Bereich Animationsfilm und Bildende Kunst und zeichnen sich durch einzigartige Handschriften und sehr innovative Zugänge aus.
Die Werke sind auch online unter artificialmuseum.com erlebbar.
DIE DOHNAL – FRAUENMINISTERIN / FEMINISTIN / VISIONÄRIN
von Sabine Derflinger, AT 2019, 104min
DIE DOHNAL – FRAUENMINISTERIN / FEMINISTIN / VISIONÄRIN setzt der Ikone dieser österreichischen Politik ein Denkmal und schafft damit eine Identifikationsfigur für heutige und nachfolgende Generationen. Wir finden uns in ihr wieder, in ihren Kämpfen, ihren Siegen, ihrem Scheitern. Ein Film gegen das Vergessen und für eine gleichberechtigte Zukunft. Die bekannte Regisseurin und Aktivistin Sabine Derflinger orientiert sich an Dohnals Arbeitsweise und bietet mit dem Film ein ganzheitliches Porträt, dessen viele Facetten durch verschiedenste junge und alte Interviewpartner:innen beleuchtet werden. Die Dringlichkeit, „Die Dohnal“ wieder in das öffentliche Bewusstsein zu holen, liegt nicht nur an Derflingers persönlicher Begegnung mit ihr (Dohnal und ihre Lebenspartnerin Annemarie Aufreiter nahmen an der Premiere ihres Films Vollgas teil), sondern auch an der desaströsen Situation der österreichischen Medien, die laut Derflinger „zu 80% oder mehr in konservativer Hand sind.“ Wir konnten den Film nach einem lockdownbedingten kurzen Kinostart übrigens zur Diagonale’20 – Die Unvollendete Onlinefestival exklusiv als Online-Premiere bei uns zeigen.
Ein Projekt von Tricky Women Tricky Realities (Culture2Culture) in Kooperation mit Systemkunst KG / Artificial Museum, dem Johanna Dohnal Archiv, der AHS Rahlgasse und dem Top-Kino
Im Auftrag von KÖR | Kunst im öffentlichen Raum Wien und mit Unterstützung des Zukunftsfonds der Republik Österreich