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VIENNALE'26 - Das Online-Begleitprogramm
Bereits zum 64. Mal präsentiert sich die Viennale als Österreichs größtes Filmfestival. Vom 22. Oktober bis 3. November bringt sie eine sorgfältig kuratierte Auswahl neuer Filme aus aller Welt in die Wiener Kinos – Filme, die für eine lebendige Kinematografie stehen und sich durch ästhetischen Eigensinn und politische Aktualität auszeichnen. Das Programm vereint herausragende Entdeckungen und Premierenhighlights des vergangenen Kinojahres von internationalen Festivals in Cannes bis Buenos Aires. Aber auch das österreichische Filmschaffen ist mit zahlreichen Highlights vertreten.
Als langjähriger Viennale-Partner begleiten wir das Festival wieder mit einem ausgewählten, ergänzendem Streaming-Programm online: die ideale Couch-Unterhaltung für vor, während und nach dem Festivalbesuch oder diejenigen, die nicht in den Wiener Kinosälen sein können. Besonderes Augenmerk legen wir wie immer auf die österreichischen (Ko-)Produktionen im Programm.
Mit „Alles bunt und wunderbar?“, in Anlehnung an den Untertitel von Barbara Alberts Film SLIDIN‘ von (1998), widmet sich ein Programm des Filmarchiv Austria dezidiert dem österreichischen Film der 1990er-Jahre, das wir online um eine Werkschau von Goran Rebić ergänzen.
Beim Festival ist sein JUGOFILM im Metro Kino auf großer Leinwand zu sehen. Der Regisseur hat gerade seinen neuesten Film Im Verborgenen abgedreht, einer Adaption des gleichnamigen preisgekrönten Romans von Ljuba Arnautović mit Birgit Minichmayr in der Hauptrolle. Der Kinostart ist für das kommende Jahr geplant. Mit Filmen wie Jugofilm, Am Rande der Welt, Donau, Duna, Dunaj, Dunav, Dunarea und The Punishment erlangte der Filmemacher internationale Bekanntheit und avancierte zu einer der profiliertesten Stimmen eines politischen österreichischen und europäischen Kinos.
Ein besonderes Festivalhighlight wird Ulrike Ottingers hochkarätig besetzter Film Die Blutgräfin, eine Hommage an Wien. Im Film zu sehen sind Isabelle Huppert, Birgit Minichmayr, Thomas Schubert, Karl Markovics, Tom Neuwirth und Lars Eidinger. An den Dialogen hat Elfriede Jelinek mitgewirkt.
Ich liebe es! Ich bin in Ulrike Ottinger verliebt, aber das war ich schon immer. Bereits die Vorbereitung auf die Vampirin hat Spaß gemacht: Ulrikes filmisches Werk, ihr Zugriff auf diese Form der Erzählung ist so eigen und das macht extrem viel Freude. Weil es einzigartig ist und nichts mit dem zu tun hat, was normalerweise so erzählt wird. Und man sieht natürlich wie immer toll aus bei ihr: Tolle Kostüme, man ist total toll geschminkt, spielt neben Isabelle Huppert…
Birgit Minichmayr über die Dreharbeiten zu Die Blutgräfin
Auch abseits der großen Leinwand laden wir euch ein, Isabelle Huppert in zwei ausgewählten Filmen aus unserem Programm zu erleben: Paul Verhoevens ELLE, der vor 10 Jahren beim Festival lief, und MALINA, gezeigt 2008 im Rahmen des Tributes für Werner Schroeter. Das Drehbuch zur Verfilmung von Ingeborg Bachmanns gleichnamigem Roman stammt von Elfriede Jelinek.
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Und wer von der unglaublichen Huppert nicht genug bekommen kann, dem empfehlen wir, Michael Hanekes WOLFZEIT zu streamen.
Darüber hinaus erwartet euch in Wien eine Vielzahl an Österreichpremieren, auf die wir schon lange warten, darunter Everytime von Sandra Wollner, Das geträumte Abenteuer von Valeska Grisebach, das Langfilmdebüt Erinnerungen eines Waldes von Katharina Rabl, Sebastian Brameshubers London oder Jannis Lenz‘ Oase. Ergänzend dazu zeigen wir frühere Arbeiten der Filmemacher:innen und ihre filmischen Handschriften in unserem Blickpunkt V’26.

