After… After… Access Jordan Lord, USA 2018, 16 min
Englische OV mit enUT
[sound of subtitles] Seo Hye Lee, UK 2021, 2 min
Ohne Ton mit enUT
Portland Forecast Seo Hye Lee, UK 2023, 11 min
Englische OV mit enUT
AFTER… AFTER… ACCESS von Jordan Lord macht diese Haltung bereits im Titel explizit: Access kommt nicht „after” – nicht nachträglich, nicht als Zusatz, nicht als Pflichtübung erst nach Androhung rechtlicher Konsequenzen. Der Essayfilm dokumentiert Lorde
After… After… Access Jordan Lord, USA 2018, 16 min
Englische OV mit enUT
[sound of subtitles] Seo Hye Lee, UK 2021, 2 min
Ohne Ton mit enUT
Portland Forecast Seo Hye Lee, UK 2023, 11 min
Englische OV mit enUT
AFTER… AFTER… ACCESS von Jordan Lord macht diese Haltung bereits im Titel explizit: Access kommt nicht „after” – nicht nachträglich, nicht als Zusatz, nicht als Pflichtübung erst nach Androhung rechtlicher Konsequenzen. Der Essayfilm dokumentiert Lordes Vorbereitung auf eine Herzoperation und reflektiert dabei grundsätzlich über das Verhältnis von Zeigen und Erzählen, über verschiedene Dimensionen von Zugänglichkeit. Audiodeskription und Open Captioning sind hier keine optionalen Features, sondern untrennbare, konstitutive Bestandteile des Films selbst. Lorde zeigt, dass Barrierefreiheit keine Einschränkung der künstlerischen Freiheit ist, sondern deren Voraussetzung.
Seo Hye Lees [SOUND OF SUBTITLES] und PORTLAND FORECAST erforschen die Poesie und Fragilität von Kommunikation aus der Perspektive einer tauben Künstlerin. In [SOUND OF SUBTITLES], einem einminütigen Film ohne Ton, werden drei identische Bildsequenzen mit drei verschiedenen Untertiteln versehen – einmal handlungsbasiert, einmal abstrakt, einmal musikbasiert. Diese spielerische Intervention macht sichtbar, wie prägend Sprache unsere Wahrnehmung formt und wie sehr die Art der Beschreibung die Bedeutung verändert. Lee lädt uns ein, unabhängig von unserer Hörfähigkeit, eigene Soundscapes zu imaginieren und die Bedeutung des Zuhörens neu zu denken.
PORTLAND FORECAST erweitert diesen Ansatz zu einem komplexen Geflecht aus kreativen Untertiteln, Soundbeschreibungen und dualer Narration auf Super-8-Material. Inspiriert vom Shipping Forecast – jener poetischen britischen Tradition der Seewetterberichte im Radio – spricht der Film – in Analogie zum Wetter – über die Unvorhersehbarkeit von Sprache und Kommunikation. Lee macht Zugänglichkeit zum zentralen künstlerischen Prinzip und öffnet dadurch multiple Kanäle von Access und Bedeutung. Ihre Arbeiten demonstrieren, dass Untertitel und Audiodeskription keine neutralen Übersetzungen sind, sondern interpretative, kreative Akte.