Genosse Tito, ich erbe Kurzfilm, 27min, DE / AT 2020 Regie, Drehbuch, Kamera & Schnitt: Olga Kosanović Ein Berghang, ein Obstgarten, ein Haus. Idyllische Bilder im südlichen Serbien. Drei Generationen unter dem Dach des Hauses, dass für seine Weitergabe vorbereitet wird. Jeder mit seinem eigenen Erbe, das aber alle gemeinsam tragen müssen - Erinnerungen, Fiktionen, das, was da ist, aber keinen Platz findet, was keiner haben möchte und trotzdem niemanden loslässt. Eine Annäherung an die Geschichte, die Teil der eigenen
Genosse Tito, ich erbe Kurzfilm, 27min, DE / AT 2020 Regie, Drehbuch, Kamera & Schnitt: Olga Kosanović Ein Berghang, ein Obstgarten, ein Haus. Idyllische Bilder im südlichen Serbien. Drei Generationen unter dem Dach des Hauses, dass für seine Weitergabe vorbereitet wird. Jeder mit seinem eigenen Erbe, das aber alle gemeinsam tragen müssen - Erinnerungen, Fiktionen, das, was da ist, aber keinen Platz findet, was keiner haben möchte und trotzdem niemanden loslässt. Eine Annäherung an die Geschichte, die Teil der eigenen wird. Heimat ist kompliziert, erben vielleicht eine Last und Tito wird zur Symbolfigur für etwas Gewesenes - Eine filmische Auseinandersetzung mit dem, was bleibt. Land der Berge Kurzfilm, 28min, AT / DE 2023 Regie & Drehbuch: Olga Kosanović Kamera: Simone Hart Schnitt: Sebastian Schreiner Unaufdringlich leise kämpft der alleinerziehende Vater Vladimir für sein Bleiberecht in Österreich – und setzt dabei sogar seinen linken Daumen aufs Spiel. Mit bewegender Liebe für ihre Protagonist:innen zeigt Olga Kosanović den kafkaesken Bleiberechtsirrsinn österreichischer Machart. Der aus Serbien stammende alleinerziehende Vater Vladimir möchte arbeiten, kümmert sich um seine „gut integrierte“ Tochter, und gleichzeitig muss er darum kämpfen, im Land bleiben zu dürfen. Die Logik der Dame im Amt ist so zynisch wie paradox: Man darf bleiben, wenn man verdient, man darf aber nur verdienen, wenn man bleiben darf. Der Film begleitet Vladimir auf der täglichen Suche nach Würde durch ein Land der Unmöglichkeiten. Die titelgebenden Berge, die er überwinden muss, sind nicht die, die so kitschig die Wahlplakate zieren. Es sind schroffe Klippen, die von immenser sozialer Ungerechtigkeit erzählen. Wenigstens in den Bildern dieses Films bewahrt sich eine Idee von Humanismus. (Katalogtext Diagonale'23, ph)