Während Körper in einer Badewanne zerfließen und ein verborgenes Verbrechen sich seiner Aufdeckung nähert, flackert eine Ping-Pong spielende Künstlerin in der (Un-)Sichtbarkeit. Diese animierten Selbstporträts sind nicht nur ein Mittel, das Selbst nachzuzeichnen, sondern erlauben es, das Selbst in seiner Mehrdeutigkeit sowie ständiger Um- und Neuformung zu erfahren. Das Selbst als Subjekt wird ins Material eingeschrieben – greifbar und doch flüchtig, gefestigt und doch nie vollständig fixiert, jenseits verflachter Repräsentation oder äußerer Definition.
Dieses Programm wird unterstützt von „Vermehrt Schönes!“- Das Erste Bank Sponsoringprogramm

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INTERVIEW
Caroline Leaf, Veronika Soul, 1979, CA, 14min
Ein ganz normaler Tag im Leben von Caroline Leaf und Veronica Soul – Freundinnen, aber vor allem Filmemacherinnen –, die ihre Wahrnehmungen voneinander durch ihre jeweiligen Animationstechniken zum Ausdruck bringen. Bilder und Worte verbinden sich zu überraschenden Assoziationen wie Begegnungen. |

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WHATEVER MOVES IS ALIVE
Noémie Marsily, 2022, FR, 11min
Während Schnecken über den Küchenboden kriechen, zeichnet Noémie ein Porträt von sich selbst – wandelbar und fragmentiert. An der Grenze zwischen persönlichem Raum und dem Trubel der Welt schweben Körper, lösen sich auf und verschmelzen miteinander. |

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SELF PORTRAIT
Maria Lassnig, 1973, AT, 5min
Lassnig erforscht weibliche Identität, gesellschaftlichen Druck und körperliche Empfindungen durch expressive, oft groteske Selbstinszenierungen. Dabei wechselt sie zwischen Rollen und Formen, um Enge und Widerstandskraft in einer Welt zu zeigen, die Frauen einschränkt. |

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UNPACK
Lisa Aleta Nazareth, 2025, IN, 4min
Während die Protagonist*in ihre persönliche, kastenförmige Komfortzone baut, entwickelt sich eine Reflexion: über die Beziehung zwischen Körper und Raum, über Wachstum, Bewältigungsmechanismen und Heilung. Wenn sich das Versteck zu klein anfühlt, verwandelt es sich in eine Erinnerung an tröstende Einsamkeit. |

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VOICES
Joanna Priestley, 1985, US, 4min
Eine humorvolle Erklärung der Ängste, die wir alle teilen: Angst vor der Dunkelheit, vor Monstern, vor dem Altern, vor Übergewicht und vor der Zerstörung der Welt. Vor allem aber eine Auseinandersetzung mit Animation als Möglichkeit, all dem zu begegnen. |

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ME, MYSELF AND I
Claudia Larcher, 2022, AT, 5min
Identität im digitalen Zeitalter unterliegt einer unaufhörlichen Vervielfachung. Anders gesagt: Das Ich oder ‚digitale Subjekt‘ ist nun einer technologisch befeuerten Tendenz zur Fragmentierung ausgesetzt, während es gleichzeitig in einer nebulösen Illusion von Einheit gehüllt bleibt. |

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404 PAGE NOT FOUND
Gina Kamentsky, 2025, US, 2min
Im Jahr 2025 wurde die Centers for Disease Control and Prevention (CDCP) von der Trump-Administration angewiesen, alle Fachartikel, die bestimmte LGBTQ-Themen behandeln, zu pausieren oder zurückzuziehen. Ein Film als eindringliche Manifestation des Daseins in Zeiten, die von Auslöschung geprägt sind. |

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LA ETERNA BUSQUEDA DEL QUIEN
Raquel Salome Velasquez, 2024, CO, 2min
Kann ich als Einheit definiert werden oder bestehe ich aus Fragmenten meiner selbst? Raquel Velásquez stellt sich diese Fragen. Mit digitalen Animationen, Öl auf Glas und Mixed Media entsteht ein Voice-over, das einen audiovisuellen Fluss bildet und über Verlust und Transformation reflektiert. |

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BEWARE OF TRAINS
Emma Calder, 2022, UK, 13min
Eines Nachts träumte ich, dass ich jemanden ermordet hatte, und ich konnte es nicht aus meinem Kopf bekommen. Eine Konfrontation zwischen Selbst und Selbst: Über Angst, ihren sterbenden Vater, die Sicherheit ihrer Tochter und den besagten Mord. Immer tiefer taucht sie in die Abgründe des verdoppelten Selbst ein. |
BLINDNESS von Yu-seon Park aus dem Programm ist aus lizenzrechtlichen Gründen online nicht verfügbar.
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